Für Kinder – Hunde sind tolle Tiere…

Hunde sind tolle Tiere...

…und wenn du ein paar Sachen weißt, werden sie sogar tolle Freunde. Hunde zu verstehen ist eigentlich ganz einfach, wenn man sich immer kurz fragt: “Wie würde es mir selbst in dieser Situation gehen?” Hier kommen einige Beispiele:

Würdest du gerne einfach so von einem Fremden gestreichelt werden?

Hunde auch nicht! Deshalb stell dich erst mal bei ihnen vor. Das geht indem du dich gerade hinstellst, die Handfläche langsam in Richtung der Nase des Hundes streckst und ihn daran schnuppern lässt. Natürlich erst, nachdem du seine Menschen gefragt hast, ob der Hund lieb zu Kindern ist. Versuche ruhig und vorsichtig zu sein, damit du den Hund nicht überforderst.

Würdest du gerne von neuen Bekannten gedrückt, geküsst oder im Gesicht gestreichelt werden?

Wenn ein Hund dich mag, aber gerade erst kennenlernt, mag er das auch nicht. Meistens will er lieber an der Schulter oder am Rücken gestreichelt werden. Frag am besten seine Menschen, was ihm gefällt. Ziehe einen Hund auch nie am Schwanz oder an den Ohren. Das tut ihm genauso weh, wie wenn man dir an den Haaren ziehen würde. Auch wenn du einen Hund streicheln darfst, ist es besser, immer wieder Pausen zu machen, damit du sicher weißt, dass er noch freiwillig bei dir ist.

Wenn du jemanden ganz ganz lieb hast, gibst du ihm dann Küsschen?

Hunde machen das auch! Deshalb springen sie manchmal an den Menschen hoch, um die Lippen zu erreichen. Das ist natürlich nicht so gut, denn man kann dabei umfallen oder dreckig werden. Wenn ein Hund hoch springen will, dreh dich mit dem Rücken zu ihm, verstecke dich hinter einem Erwachsenen oder versuche gleich bevor er springt deine Hand zum Küssen anzubieten.

Fühlst du dich nicht auch sicherer, wenn deine Familie dabei ist, weil sie dich so gut kennt?

Wenn du Kontakt mit Hunden hast, verlasse dich deshalb immer auf die Meinung von den Erwachsenen, die zu dem Hund gehören. Egal, ob es um das Vorstellen, das Streicheln oder das Spielen geht, jeder Hund ist anders und manche können mit Kindern nicht immer perfekt umgehen. Immerhin sind sie immer noch Tiere, wie Löwen, Krokodile und Bären auch. Deshalb achte immer darauf, dass Erwachsene in der Nähe sind, wenn du auf einen Hund zugehst.

Weißt du, was ein Hund macht, wenn er überfordert oder ängstlich ist?

Hunde zeigen diese Gefühle, indem sie sich über die Nase lecken, einfrieren wie ein Eisblock, ihren Kopf oder den ganzen Körper wegdrehen oder gleich ganz weg gehen. Wenn sie das machen, solltest du auch weg gehen. Wenn ein Hund einer sehr unangenehmen Situation nicht ausweichen kann, kann es sein, dass er knurrt, die Zähne zeigt und irgendwann schnappt.

Weißt du, was du machen kannst, wenn du Angst vor einem Hund hast?

Du kannst die Sprache des Hundes nachmachen, indem du ganz still stehen bleibst oder dich wegdrehst. Wenn du ganz langsam weg gehst, ist das auch gut. Am besten rufst du mit ruhiger Stimme auch einen Erwachsenen dazu. Wenn du schreist, springst oder rennst, denkt der Hund ziemlich sicher, dass du spielen willst und geht eher noch aufgeregter auf dich zu.

Würdest du wollen, dass dir ein anderes Kind sagt, was du machen sollst oder dich sogar schimpft?

Richtig, das sollten nur die Erwachsenen machen, wenn es mal sein muss. Hunde sehen das auch so. Kinder sind die Freunde von Hunden und nur zum Kuscheln, Spielen und Belohnen da. Und das natürlich nur in dem Rahmen, wie die Eltern das erlauben. Für die Erziehung und das Lernen sind die Erwachsenen zuständig, auch bei einem Hund.

Wenn du etwas Tolles hast, egal ob es dein Lieblingsessen, dein Lieblingsplatz oder dein Lieblingsspielzeug ist, willst du es dann hergeben?

Dann verstehst du bestimmt auch, dass du einem Hund nie etwas wegnehmen solltest. Wenn ein Hund etwas hat, was er eigentlich nicht haben darf, sag das einem Erwachsenen, denn manche Hunde finden das gar nicht lustig, wenn du (als Freund) ihnen etwas wegnehmen willst. Verständlich oder?

Wenn du müde bist und ins Bett gehst, möchtest du dann, dass dich dort jemand stört?

Genau so geht es Hunden auch. Wenn ein Hund sich hingelegt hat, solltest du ihn ruhen lassen. Vor allem wenn er sich auf seine Decke, in sein Körbchen oder in seine Box zurückzieht, heißt das, dass er ein bisschen Zeit für sich haben möchte.

In einer wahren Freundschaft kann man Unterschiede und Differenzen mit Verständnis und Kompromissen lösen. Das klappt auch mit dem Hund.

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