Richtig angeleint – Dein Ausstattungs-Guide

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten den Hund draußen zu sichern – doch welche ist die Richtige?

Zunächst gibt es die nicht verstellbaren, recht kurzen Führleinen bis 2 Meter, die vor allem für Strecken innerorts und für bestimmte Übungen in der Hundeschule recht praktisch sind, aber nicht wirklich viel Flexibilität hergeben. Sobald man dem Hund mehr Leine geben möchte, ist mit dieser Leine keine Möglichkeit vorhanden und man muss eine Zweite mitnehmen.

Dann gibt es noch sogenannte Kurzführer (nur wenige Zentimeter lang), die vor allem im Haus und Garten sinnvoll sind, um den Hund in bestimmten Situationen besser halten und über kurze Strecken führen zu können. Allerdings sind diese Leinen nichts für längere Strecken!

Viele benutzen auch die “Flexi-Leinen”, die unterschiedliche Längen zulassen und sich praktischerweise einrollen, wenn der Hund näher bei einem läuft. Verwendet man diese Leine unter Berücksichtigung der “Leinen-Regeln” aus unserem Unterricht, sollte auch diese Leine trotz ihres teils schlechten Rufes kein Problem darstellen. Aber Achtung! Bitte verwende diese Leine nur am Geschirr, um Schäden am Hals und Nacken Deines Hundes zu vermeiden!

Dann gibt es noch Schleppleinen, die man in unterschiedlichsten Längen und Materialien erwerben kann. Sie dienen dazu, den Hund in großem Radius und dennoch „sicher“ führen zu können. Man kann sie gut auch auf dem Boden „schleppen“ lassen. Allerdings muss man hier eventuell Handschuhe tragen um Verletzungen vorzubeugen. Außerdem gilt auch hier: Nur am Hundegeschirr! BioThane®-Schleppleinen sind wegen ihrer vielen Vorteile (Witterungsbeständigkeit, kein Verknoten, Pflegeleichtigkeit,…) besonders beliebt!

Die an Ringen verstellbaren (Doppel-)Leinen sind wohl die praktischsten Alltagsbegleiter für Hundebesitzer. Man kann von beispielsweise 80 Zentimetern bis hin zu 2,60 Metern unterschiedlichste Längen einstellen. So kann man je nach Situation entscheiden, welche Länge angebracht ist und hat ein recht sicheres Handling.

Zu einer Leine gehört auch immer ein Halsband oder Geschirr.
Darauf solltest Du achten:

Am besten sind möglichst breite Halsbänder mit Polsterung und stabilem, festgestelltem Verschluss. Der Abstand zwischen Hals und Halsband sollte etwa zwei Finger breit sein. So kann man sicher sein, dass der Hund keine bleibenden Schäden im Hals-Nacken-Bereich bekommt, falls er sich doch mal vergisst und zieht.

 Keine Würge-, Elektro-, Wasser-, Vibrations oder Stachelhalsbänder! Warum nicht? Zieh Dir selbst mal eines an und dann entscheide selbst: Würdest Du so lernen wollen, was richtig und falsch ist? Wärst Du noch gut drauf und ansprechbar? Und am Wichtigsten: Würdest Du gerne an der Leine gehen?

 Auch “Haltis” und andere Erziehungshilfen für unterwegs sollten wenn überhaupt nur in Absprache mit einem guten Hundetrainer eingesetzt werden! Da die Bewegung des Hundes so stark beeinflusst werden kann, kann der Hund bei falscher Verwendung nämlich starke Schäden davon tragen.

 Geschirre sollten vor allem bei ziehenden Hunden die erste Wahl sein! Hier gibt es auch sehr unterschiedliche Modelle. Norwegergeschirre (wie z.B. die sogenannten Powergeschirre von Julius K9) sind recht schonend für den Hals des Hundes. Die Besonderheit dieser Geschirre: Sie geben bei Fluchtversuchen nach hinten den Hund schnell frei, was vor allem bei Einsätzen im Wald lebensnotwendig für die Hunde sein kann. Allerdings gibt dies in bestimmten Alltagssituationen ein Restrisiko, wenn es um das „Festhalten“ des Hundes geht. Für ängstliche bzw. panische Hunde, die gerne bei kleinen Reizen die Flucht antreten, sollte man ein ausbruchsicheres Geschirr wählen, welches durch einen zusätzlichen Gurt mehr Halt gibt. Zu guter Letzt gibt es natürlich auch „normale“ Geschirre in unterschiedlichsten Ausführungen, meist mit einem Band am Hals entlang und einem um die Brust. Hierbei sollte man wieder auf einen bequemen Sitz, eine gute Polsterung und eine angemessene Größe achten! Hierbei hilft Dir sicherlich auch gerne das Tierfachgeschäft Deines Vertrauens weiter.

Wenn Training Spaß macht, ist es nicht nur effektiver - es wird zu den Mußestunden des Lebens.

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